
Im Rahmen der Prüfung sollen insbesondere folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Die Ergebnisse der Prüfung, einschließlich einer Chancen-/Risikenbewertung sowie eines möglichen Förder- und Umsetzungskonzeptes mit Zeitrahmen, sollen dem zuständigen Fachausschuss zur weiteren Beratung vorgelegt werden.
Zur Begründung:
Die Energiewende auf kommunaler Ebene erfordert die konsequente Nutzung aller geeigneten Flächen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Während klassische Photovoltaikanlagen bereits vielfach zum Einsatz kommen, gibt es insbesondere bei öffentlichen Gebäuden sowie bei Vereinsgebäuden weiterhin ungenutzte Potenziale. Diese ergeben sich häufig aus statischen Einschränkungen, Denkmalschutzauflagen oder gestalterischen Anforderungen, die eine Installation herkömmlicher PV-Module erschweren oder ausschließen.
Organische Photovoltaikanlagen bieten hier einen innovativen Lösungsansatz. Durch ihre flexible, leichte und teilweise transparente Bauweise können sie auch auf bislang ungeeigneten Flächen eingesetzt werden, beispielsweise auf Fassaden, leichten Dachkonstruktionen oder architektonisch sensiblen Bereichen. Auch wenn die Wirkungsgrade derzeit noch unter denen klassischer PV-Anlagen liegen, eröffnet die Technologie neue Möglichkeiten zur dezentralen Energiegewinnung. Gerade im Stadtgebiet Rees, das bereits heute stark von erneuerbaren Energien geprägt ist, bietet sich die Chance, weitere Potenziale zu erschließen und die Energieerzeugung breiter aufzustellen. Die Einbindung der Stadtwerke Rees kann dabei eine zentrale Rolle spielen, sowohl bei der Bündelung von Fördermöglichkeiten als auch bei der praktischen Umsetzung und dem Betrieb entsprechender Anlagen. Gleichzeitig könnten Vereine gezielt unterstützt werden, ihre Gebäude energetisch aufzuwerten und langfristig Energiekosten zu senken.
Ziel dieses Antrags ist es ausdrücklich, eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu schaffen, um bewerten zu können, ob und in welchem Umfang organische Photovoltaik einen sinnvollen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung in Rees leisten kann.
Nach Vorlage der Prüfergebnisse soll gemeinsam mit den weiteren Fraktionen im Rat erörtert werden, welche konkreten Maßnahmen und Förderansätze für die Stadt Rees sinnvoll erscheinen. Dabei ist es aus Sicht der CDU-Fraktion besonders wichtig, sowohl die öffentlichen Gebäude als auch das Engagement der Vereine aktiv in die kommunale Energiewende einzubinden.
Mit diesem Prüfantrag möchte die CDU-Fraktion einen weiteren Impuls für eine innovative, nachhaltige und praxisnahe Energiepolitik in der Stadt Rees setzen.
Mit freundlichen Grüßen
Marcel Becker