Zulässigkeit von Anlagen zur Nutzung von regenerativer Energie im historischen Stadtkern

Antrag der CDU Fraktion:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

die Fraktion der CDU Rees beantragt die Änderung der Gestaltungssatzung für den historischen Stadtkern der Stadt Rees im Hinblick auf regenerative Energien. Wir erwarten folgende Änderung:

§4 Besondere Anforderungen:

  1. Dächer
    6. Anlagen zur Nutzung regenerativer Energie
    Anlagen zur Nutzung regenerativer Energie sind als In-Dach- oder Auf-Dach-Anlagen zulässig. Sie müssen als zusammenhängende Fläche ausgebildet werden, die durch Dachgauben oder Dachflächenfenster nicht unterbrochen werden, sie dürfen maximal 4 Außenecken aufweisen.

    Hintergrund:
    Die Ereignisse der letzten Wochen haben deutlich gezeigt, dass eine Unabhängigkeit im Bereich der Energieversorgung notwendig ist. Jeder ist angehalten seinen Beitrag zu leisten. Das der entsprechende Wille da ist, zeigen u.a. Anfragen der Reeser Bürgerinnen und Bürger. Die Nutzung regenerativer Energien wollen wir gerne auch für den historischen Stadtkern ermöglichen.
    Im Jahr 2018 beantragten wir bereits eine Änderung der Gestaltungssatzung. Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien sollten ebenfalls als In-Dach- oder Auf-Dach-Anlagen parallel zur Dachfläche und als zusammenhängende Fläche (maximal 20% der Dachfläche) ohne Unterbrechung zulässig sein. Dies geschah damals auch im Hinblick auf gesetzliche Vorgaben bei Sanierungs- bzw. Neubaumaßnahmen. Damals konnte mit dem Gestaltungsbeirat keine Einigung erzielt werden.
    Es ist unsere Verantwortung die Grundlagen für die Energiewende und –unabhängigkeit in Rees zu schaffen. Das generelle „nein“ des Gestaltungsbeirat aus 2018 sollte daher kein Hindernis für die Zukunft sein. Eine Begrenzung der Fläche erachten wir aktuell, auch aufgrund der Notwendigkeit, nicht als sinnvoll und zielführend.
    Die Fraktion Bündnis90/Die Grünen wies damals bereits auf nicht reflektierendes Solarglas hin. Dies kann in dem Zusammenhang eventuell zugrunde gelegt werden. Der Antrag zur Photovoltaik-/Solarstromoffensive aus 2019 kann dann Beispielsweise für das Rathausgebäude angewandt werden. Ergänzend dazu wollen wir jedoch die Eigennutzung nicht ausschließen.
    Wir wollen jetzt den Grundstein für die Energiewende im historischen Stadtkern legen. Je früher eine Änderung erfolgt, umso eher erreichen wir auch eine Unabhängigkeit im Energiebereich.
    Ferner erachten wir die Berücksichtigung energetischer Sanierung durch Wärmedämm- Verbundsysteme als sinnvoll. Dies sollte im weiteren Verlauf mit erörtert werden. Wir bitten um entsprechende Beratung im Fachausschuss bzw. im Rat der Stadt Rees.