Die Grünen in Rees streuen der Bevölkerung Sand in die Augen

Dieter Karczewski und Lothar Krassa, Fraktionsvorstand der CDU-Fraktion, rieben sich verwundert die Augen, als sie den Vorschlag der Grünen in Rees lasen, das Reeser Meer im nächsten Sommer vorübergehend als Naturbad herzurichten.

„Lesen die Grünen die Vorlagen nicht?“, fragen die beiden CDU-Politiker. Auf Antrag der CDU im Herbst 2016 hatte die Stadtverwaltung nämlich ermittelt, dass die Anlage eines Strandbads am Reeser Meer als sogenannte „kleine Lösung“ mindestens 1,3 Mio. Euro kosten würde. „Wenn man auf ein Restaurant mit Umkleiden, Duschen und Toiletten ganz verzichten würde, wären immer noch Kosten von 300.000 Euro und mehr zu erwarten“, schätzt Karczewski. „Alleine an Planungskosten hatte die Verwaltung vor vier Jahren etwa 160.000 Euro für Gutachten und wasserrechtliche Planfeststellungs- verfahren ermittelt“, ergänzt Lothar Krassa. Viel schwerer wiege aber, dass solche Planfeststellungsverfahren erfahrungsgemäß zwei Jahre und mehr dauern. Ein Naturbad am Reeser Meer wäre sicher eine schöne Alternative, aber ließe sich ganz sicher nicht im nächsten Jahr realisieren.

„Wenn dann eine Genehmigung Ende 2022 vorliegen würde, was auch nicht wirklich sicher ist, ist unser Freibad vielleicht schon fertig“, zeigt Karczewski sich über den Vorschlag der Grünen sehr erstaunt.

Die Grünen sollten der Bevölkerung auch im Wahlkampf keinen Bären aufbinden, meinen die beiden erfahrenen Politiker abschließend.